Die Musik

Aktualisiert: 12. Mai 2019





Wenn ihr an Hochzeiten denkt, habt ihr bestimmt Bilder aus diversen Filmen im Kopf: In der Kirche erklingt feierliche Orgelmusik, wenn die Braut mit ihrem Vater durch den Gang hereinschreitet, bei der Braut und auch ihrer Mutter kullert das eine oder andere Tränchen die Wange herunter und auf der anschließenden Hochzeitsfeier erklingt der Song, auf den das Paar den Walzer oder Foxtrott geübt hat, zum Eröffnungstanz! Anschließend bringt die Band den Saal zum Kochen!




Vielleicht habt ihr auch selbst bei Freunden oder Verwandten schon eine Hochzeit miterlebt!? Dann habt ihr gemerkt, dass es auch ganz anders ablaufen kann: Da kommt die Braut nach ihren Brautjungfern zum "Say Hallelujah!" in die Kirche hereingetanzt, der Pfarrer singt einen Popsong, der Eröffnungstanz ist eine Salsa und am Abend tritt ein Akustik-Gitarrenduo auf. Damit ihr genau die Musik findet, die euch an diesem Tag glücklich macht und die dazu beiträgt, dass ihr euch gern und immer wieder mit einem Lächeln an euren großen Tag zurückerinnert und damit ihr keine unerfreulichen Überraschungen erlebt, schreibe ich hier ein bisschen „aus dem Singkästchen“.

Ihr solltet zunächst überlegen, ob euch Musik etwas bedeutet und ob ihr glaubt, dass Musik eure Gefühle an eurem großen Tag verstärken, einbetten, untermalen und bereichern kann. Wenn ja, dann ist Musik auf dem Standesamt, in der Kirche oder während der freien Trauung genau das Richtige für euch.

In Absprache mit den Standesbeamten, mit dem Pfarrer oder dem freien Redner findet ihr die richtigen Zeitpunkte für Musik: Zum Einzug, nach dem Ja-Wort, nach dem Ringtausch, zum Auszug. Und wann immer Ihr sonst möchtet (und der Pfarrer es zulässt - manchmal haben die Pfarrer nämlich genaue Vorstellungen, was und wann gesungen werden darf).

Schaut euch doch in euren Familien und unter euren Freunden einmal um, ob jemand singen kann und mag oder ob jemand ein Instrument spielt. Gerade in diesen Momenten kann es sehr ergreifend sein, wenn sich Leute, die einem lieb und vertraut sind, bei der Trauung mit einbringen. Da ist es auch gar nicht schlimm, wenn die kleine Kusine sich auf der Geige verspielt oder der Onkel beim Trompetensolo quietschende Töne fabriziert! Ein  Auftritt von Gästen kann eurer Hochzeit einen schönen persönlichen Rahmen verleihen.




Auf jeden Fall könnt ihr natürlich auch professionelle Sänger und Musiker engagieren. Diese unterstützen euch auch sehr gern, wenn ihr jemanden kennt, der musikalisch etwas zur Trauung beitragen will: Ein Sänger oder Musiker kann euch in der Regel helfen, um z.B. Playbacks für die Vortragenden zu finden und kann diese auch über seine Technik abspielen. Das ist gerade bei größeren Gesellschaften besser, weil der Klang gut sein wird und auch die Lautstärke gut anzupassen ist.

Die Sängerin oder der Sänger kann eure Lieblingstitel einstudieren und hat auch die Möglichkeit, für Songs, die in der Originalversion vielleicht nicht so unbedingt zu einer Hochzeit passen, Playbacks einspielen zu lassen. So habe ich für ein Brautpaar einmal den Song „Du hast“ von Rammstein trauungstauglich aufnehmen lassen. Das war total toll, so einen Song dann mit Piano und Streichern zu erleben.

Oder wenn ihr euren Lieblingssong als Instrumentaltitel hören wollt, gibt es viele Möglichkeiten, euch euren Wunsch zu erfüllen.

Man kann auch Texte abändern: Im Internet gibt es für viele Songs Hochzeits- und Taufversionen, die vor allem, wenn Sie auf Deutsch gesungen sind, unter die Haut gehen! Euer Sänger oder eure Sängerin hat vielleicht auch selbst ein gutes Händchen beim Schreiben oder Umschreiben von Texten!?!? Fragt einfach mal nach!



Ein kleiner Tipp: Bedenkt bei der Auswahl von Musik für eure Trauung auch bitte, dass die meisten Musiker Technik brauchen, damit sie euch mit einem schönen Sound beschallen können. Und diese Technik müssen sie auch irgendwie zur Bühne oder zu dem Platz, an dem sie spielen sollen, hinschaffen! Ich durfte einmal in einer Burg mein Equipment für die